Energetisches Heilen

Wir sind sowohl der Spiegel, als auch das Gesicht, das wir darin erblicken.
In diesem Augenblick kosten wir den Geschmack der Ewigkeit.
Wir sind Schmerz und das, was den Schmerz heilt.
Wir sind das süße, kühle Wasser und der Krug, der es ausgießt.
RUMI

Seit Albert Einsteins Relativitätstherorie wissen wir, daß wir aus dem gleichen, universellen Stoff geschaffen sind, wie er außerhalb der Erde im Universum existiert. Wir sind also Energie, bestehend aus kleinsten Energieteilchen, die in elekromagnetischen Wellen schwingen, und deren langsamere Formen zu Materie verdichtet sind. Übersetzt sind wir verlangsamtes Licht.

Energetisches Heilen ist eine Energiearbeit, die sich mit dem Schwingungssystem und der Strahlung eines Menschen befasst. Sie entstammt aus jahrtausendalter Tradition, z.B. des Handauflegens. Wir Menschen sind ein hochentwickeltes, offenes System und werden tagtäglich mit kosmischem Licht gespeist und von der Erdkraft genährt. Die zwei Kräfte, die des Himmels und der Erde, transportieren die göttliche Liebe. Sie bündeln sich im Zentrum des Herzens. Der Geist der Liebe, die Chinesen nannten ihn Shen, wird in der Heilenden Berührung über die Hände übertragen und ist in der Interaktion zwischen Patient und Therapeut als Herz-zu-Herz-Begegnung unmittelbar erfahrbar. Akupunktur, die an den Einflußlinien der Lebenskraft (QI) wirkt, und Homöopathie, die mit feinsten Schwingungen der Stoffe arbeitet, sind ebenfalls als Methoden des Energetischen Heilens zu verstehen.

Heilung heißt übersetzt: Programmierungsunterbrechung, und meint damit, unsere alten Konditionierungen aufzugeben, um in die eigene Liebe zu kommen.

Was wir für Realität halten, basiert darauf, was wir von den Eltern beigebracht bekommen haben, kombiniert mit unseren inneren und äußeren Erfahrungen, sowie mit den Moralvorschriften und Traditionen der Gesellschhaft, in der wir leben. Wir sind in Glaubenssystemen verhaftet, die unserem eigenen Wesen nicht entsprechen und wir müssen diese Denkmuster / Konditionierungen auflösen,um frei und in unserer Lebenskraft zu sein.

Alle unsere Kindheitserfahrungen, die diese Denkmuster bewirkten, sind in unserem Körper, Geist und Gefühlskörper gespeichert. Sie bewirken Störungen in unserem Energiefeld. Oft verschleiern oder vernebeln sie unseren Körper, Geist, Seele so, daß das gesamte Energiefeld stumpf, dunkel und schwer wird. Der Mensch verliert seine Strahlung und Ausstrahlung. Heilung bedeutet, diese alten, konservierten Verletzungen, Erfahrungen, Traumen und Gefühle zu lösen und zu erlösen. Es geht auch nicht um Schuld, sondern unsere Eltern plagten sich auch mit diesen unerlösten Themen und auch die Generationen davor. Es geht darum, uns wieder zu erinnern, wer wir wahrhaftig sind und uns der alten Rollen und Fremdbesetzungen zu entledigen, die mit einer Menge Gefühlen verbunden sind.

Es gibt die für den Energiefluß durchlässigen Gefühle wie Harmonie, Selbstannahme, Mut, Liebe, Vertrauen und Ausdauer. Entgegengesetzt, undurchlässig, hemmend sind die angesammelten, verdrängten Gefühle wie Wertlosigkeit, Trauer, Angst, Eifersucht, Hoffnungslosigkeit, Schuld, Haß, Wut. Je mehr dieser aufzehrenden Gefühle im Gefühlskörper sind, desto anstrengender ist es, sie zu umgehen, um zu vermeiden,daß man sie fühlt. Was Energie kostet, ist an sich nicht das gemiedene Gefühl, sondern das verschonende Umgehen. Diese Abwehr erfordert Tag für Tag viel Lebenskraft, die wir für Sinnvolleres einsetzen können. Unsere Psyche ist wie ein großer Behälter, der voller abgetrennter Verletzungen steckt. Der Deckel auf diesem Behälter symbolisiert die Abwehr. Ist viel angestaut, beansprucht es die Lebenskraft enorm, den Deckel runter zu halten. Ist dies nicht mehr möglich, hört man, daß Menschen in eine Psychose gehen. Alles Abgetrennte dringt ungefiltert aus dem Behälter und überschwemmt die Seele.

Dabei geht es immer um zwei Themen, die diese Spirale nach unten antreiben:

  • Mangel an Liebe
  • Mangel an Einfluß
Beim energetischen Heilen geht es darum, zu erkennen, daß wir in Wirklichkeit vollkommen sind, um die Bewußtmachung des göttlichen Aspektes. Daß wir nicht Täter und Opfer sind in diesem irdischen Ablauf, dem Rad des Leidens, sondern Lehrer und Schüler, um unsere Lektion zu lehren und zu lernen und die alten Wunden zu heilen, abzuspringen von der ständigen Wiederholung der Vermeidung, aus Angst vor dem Schmerz. Das Drama bei der Angst vor dem Schmerz ist der Glaube, sterben zu müssen. Dabei bedeutet es nur den Tod unseres Egos,der alten Rolle. Die Gewissheit von Heute ist, daß wir Erwachsene sind und nicht beim Fühlen wirklich sterben werden. Wir nehmen unser inneres Kind auf den Arm und begleiten es mit Liebe und Behutsamkeit zum Licht.

In meiner Praxis erlebe ich, daß das Fühlen alter Wunden etwas Befreiendes hat und nach altem Schmerz, der losgelassen wurde, die Freude erstrahlt.

Unser höheres Selbst, die kosmische Seele im Evolutionsprozeß, fordert uns auf, alte Wunden wie Mißbrauch, Gewalt in der Kindheit, Traumen, Angst und Haß auf unsere Eltern loszulassen, um in die Selbstliebe zu kommen, die Blockierungen in unserem Energiefeld zu lösen, um frei zu werden und in die Welt zu strahlen und uns unserer Daseinsberechtigung zu erinnern:

“Glücklich zu sein!“